Laika Verlag

Europa im Aufbruch – Wann Proteste gegen die Krisenpolitik Erfolg haben

ISBN
978-3-944233-10-9
Erschienen Dezember 2014
Preis
15,90 €
184 Seiten

Europa ist in Aufruhr. Überall auf dem Kontinent protestieren Menschen gegen eine Politik, die Armut und Ungleichheit verschärft und die Demokratie missachtet. Sie fordern eine andere Antwort auf die Krise, ein soziales Europa und wehren sich gegen die Arroganz der Macht.

Aber können diese Proteste mehr erreichen, als Empörung und Wut auf die Straße zu tragen? Gelingt ihnen ein gesellschaftlicher Wandel – möglicherweise sogar auf europäischer Ebene? Ein Anfang ist längst gemacht. Unerwartete Bündnisse zwischen den Generationen werden geschmiedet, korrupte Politiker müssen ihre Sessel räumen. Experimente in solidarischer Ökonomie entstehen, Netzwerke erproben die europäische Zusammenarbeit.

Das Buch geht dem Erfolg dieser Bewegungen und Initiativen auf den Grund. Es zeigt, wer den Protest trägt und warum. Dazu beleuchtet es Erfahrungen aus zahlreichen europäischen Ländern, von Island im Norden bis Spanien im Süden. Am Ende steht die Frage, welche Zukunft für Europa in diesen Protesten aufscheint – und ob sie Wirklichkeit werden kann.

Steffen Vogel

Steffen Vogel, geboren 1978 in Siegen, studierte Sozialwissenschaften in Bonn und Berlin. Von 2005 bis 2008 war er Redakteur der Wochenzeitung Der Freitag. Steffen Vogel lebt als freier Autor in Berlin und promoviert an der Humboldt-Universität.

Pressestimmen

»Es ist eine große Herausforderung, ausschließlich über das Noch-nicht-vollzogene zu arbeiten. Mit der Dichte der (teilweise sehr detailreichen) Informationen, dem unaufgeregten und sehr ergiebigen analytischen Tiefgang und der knappen, klaren Sprache legt Steffen Vogel ein Buch vor, das nur zu empfehlen ist.«

Wolfgang Storz, WOZ

 

»Steffen Vogel ist mit seinem Buch die Bestandsaufnahme eines aktuellen Prozesses gelungen. Es beleuchtet informativ  die gegenwärtige Protestkultur in Europa und gibt einen guten Überblick über das Geschehen. Dem dient auch der umfangreiche Anhang mit den Manifesten und Erklärungen aller im Buch erwähnten Bewegungen und Gruppen. Das Buch wird den Diskurs zu dieser Problematik weiter anregen.«

Dennis Zöllner, Welt Trends – Das außenpolitische Journal

 

»Steffen Vogel gibt einen kenntnisreichen Überblick über den Stand politischer Bewegungen in den Ländern Europas. Sein Interesse liegt auf dem Widerstand gegen die vorherrschende neoliberale Ausrichtung, ›einen Kurs, der letztlich perspektivlos ist‹. (...)
Je mehr man sich in dieses vergleichsweise schmale Bändchen vertieft, desto mehr verfestigt sich der Eindruck, dass die Medien Kerneuropas ihre Hauptaufgabe darin sehen, punktuelle Aufreger aufzuplustern, Nebenkriegsschauplätze herbeizureden, auf dass bloß die maßgeblichen Themen in der Versenkung blieben. Über die Medien hierzulande werden wir nur in Ausnahmefällen über die politischen Strömungen und Widerstände in Europa informiert. Sachliche Information schon gar nicht, wie wir am Beispiel Griechenland beinahe täglich erleben, wo uns die politische Bewertung eifrig und beflissen stets mitgeliefert wird. (...)
Wie gesagt, es ist hochinteressant, diese Informationen über den gegenwärtigen Stand der politischen Bewegungen zu lesen, und man würde sich wünschen, der hiesige Mainstream nähme diese Entwicklungen aufmerksamer zur Kenntnis.«

Wolf Senff, Titel – Kultur Magazin

 

»Soziale Proteste gehören schon seit einigen Jahren zur gesellschaftlichen Realität in mehreren europäischen Staaten und in vielen Fällen beziehen sie sich auf die Auswirkungen der krisenhaften Entwicklungen seit 2010. Steffen Vogel bietet einen Überblick über diese Proteste und versucht, Gesetzmäßigkeiten aufzuzeigen, die als Bedingungen für ihre erfolgreiche Ausgestaltung dienen. [...]; dabei zeigt der Autor, wie soziale Mobilisierung mit klaren politischen Forderungen und praktizierte Solidarität sowie Selbsthilfe Hand in Hand gehen und sich diese gegenseitig stärken können. [...]
Das Buch ist dabei keineswegs eine naive Darstellung der Proteste als Erfolg des Volkes über politische und wirtschaftliche Eliten, sondern zeigt auch die Schwierigkeiten, denen sich die Bewegungen von innen und außen stellen müssen. Eine sinnvolle Ergänzung der Ausführungen stellt der Anhang dar, in dem Aufrufe und Manifeste der angesprochenen sozialen Bewegungen – wenn nötig, in einer Übersetzung des Originals – angegeben werden.«

Max Lüggert, Portal für Politikwissenschaft