Laika Verlag

 

Laika Verlag

Wissenschaft als Herrschaftsdienst - Der Kampf um die akademische Freiheit in Israel

Band 5:
ISBN
978-3-942281-96-6
Erschienen Juni 2011
Preis
19,90 €
192 Seiten

In dieser intellektuellen Autobiografie schildert Ilan Pappe, Professor  an der Universität Exeter (England) und Autor des Bandes Die ethnische Säuberung Palästinas, seinen Weg vom überzeugten Zionisten zum Gegner der israelischen Besatzungspolitik. Pappe stieß mit seiner  wissenschaftlichen Arbeit auf heftige Ablehnung in Israel. Nach der  Veröffentlichung seines Buches konnte er seine Lehrtätigkeit an der Universität Haifa nicht mehr fortsetzen.

Morddrohungen, Denunziationen durch die Boulevardpresse mit der offenen Forderung, ihn "auszuschalten", veranlassten ihn, Israel zu verlassen. Er verlor seinen Lehrstuhl als Rektor des Instituts für Friedensstudien in Givat Haviva und die Leitung des Emil Touma Instituts in Haifa und übersiedelte nach England. Sein jüngstes, autobiografisches Buch Wissenschaft als Herrschaftsdienst? Der Kampf um die akademische Freiheit in Israel (Original: Out of the Frame: The Struggle for Academic Freedom in Israel, Pluto Press 2010), mit Würde und Humor geschrieben beleuchtet die israelischen Palästina-Politik und versucht einen Ausblick auf eine friedliche Zukunft.

 

Ilan Pappe ist Professor am Institut für Arabische und Islamische Studien an der University of Exeter, England, Direktor des Europäischen Zentrums für Palestine Studies in Exeter und der Co-Direktor des Zentrums für Exeter Ethno-politische Studien. Er war der akademische  Leiter und Gründer des Instituts für Friedensforschung in Givat Haviva, Israel (1992-2000) und der Vorsitzende des Emil Touma-Instituts für  palästinensische Studien in Haifa (2000-2008). Seine Forschung konzentriert sich auf die Neuere Geschichte des Nahen Osten, hier  insbesondere auf die Geschichte Israels und Palästinas. Seine bisherigen  Bücher sind Die ethnische Säuberung Palästinas (2006) und The Modern Middle East (2005). Weitere Arbeiten von ihm wurden vorgelegt zum Multikulturalismus, zur Kritischen Diskursanalyse und zu Macht und Wissen im Allgemeinen.

Originalbuch
Originaltitel: Out of the Frame
Original Untertitel: The Struggle for Academic Freedom in Israel
Originalverlag: Pluto Press
Original ISBN: 978-0745327259
Pressestimmen

»Pappe hat nun eine Art wissenschaftliche Autobiografie vorgelegt: In ihr beschreibt er die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen historischer Forschung und der Reaktion darauf. Sein eigenes Schicksal bettet er dabei immer in das seines Landes ein. (...) Beschreibungen von Ereignissen, die fürs Ganze stehen, machen das Buch besonders lesenswert. (...) Wenn mit missliebigen Meinungen und ihren wissenschaftlichen Protagonisten so irrational und unsachlich umgegangen wird, wie mit Ilan Pappe, dann rührt seine Arbeit wohl am Kern der Wahrheit.« 

Helge Buttkereit, Deutschlandfunk

 

»Nach der Lektüre muss ich sagen: Das neue Buch ist fast noch stärker als das erste (Die ethnische Säuberung Palästinas), denn hier gibt Ilan Pappe Auskunft über sein Leben und die Arbeitsbedingungen eines Wissenschaftlers an der Universität Haifa und wie er letztlich 2007 aus seinem Land herausgeekelt wird und nach Großbritannien gehen muss, um dort weiter zu forschen.«

Rupert Neudeck

 

»Eine intellektuelle und überaus anspruchsvolle Autobiographie.«

Ludwig Watzal in seinem Blog

Solidarität mit #allesdichtmachen

"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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