Laika Verlag

 

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Bruno Bosteels: Die Aktualität des Kommunismus

Band 35:
ISBN
978-3-942281-62-1
Erschienen August 2014
Preis
19,90 €
ca. 200 Seiten

»… wenn die Geschichte sich in einer rückläufigen Entwicklung befindet, verschwindet die Politik – nicht, um es klar zu sagen, die parlamentarische und administrative Politik, sondern Politik als die strategische Antizipation des Tages danach«, schrieb Daniel Bensaïd kurz vor seinem Tod zu der Krise der Linken zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Angesichts der Krise des Neoliberalismus erwacht nicht nur in akademischen Kreisen das Interesse an Idee und möglicher Praxis des Kommunismus neu. Gibt es eine Möglichkeit, den Kommunismus als Idee, Hypothese, Bewegung zu formulieren, ohne postwendend mit den Zeugnissen seines »Scheiterns« konfrontiert zu werden? Bruno Bosteels unternimmt es, diese Perspektive zu entwickeln. Er bezieht sich dabei auf Marx’ Die Deutsche Ideologie: »Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt.«

Bosteels formuliert dabei kein Rezeptbuch praktischer Handlungsanleitung, sondern lenkt den Leser durch Fragestellungen zu einem dialektischen Denken, aus dem nicht nur die Aktualität, sondern darüber hinaus die Notwendigkeit des Kommunismus folgt.

 

 

Bruno Bosteels, Professor für Romanistik, lehrt heute an der Cornell University in Ithaca/New York. Zuvor war er Dozent für romanische Sprachen und Literatur an der Universität von Pennsylvania, für romanische Philologie an der Katholieke Universiteit Leuven, Belgien, und Assistenz-Professor an der Harvard University und an der Columbia University. Bosteels ist Übersetzer von Alain Badious Arbeiten ins Englische, darunter Theory of the Subject und Can Politics Be Thought? Zu seinen Arbeiten gehören Essays über Kierkegaard, Nietzsche und Lacan. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die moderne lateinamerikanische Literatur und Kultur sowie die zeitgenössische europäische Philosophie und Politische Theorie. Sein Forschungsgebiet umfasst die Bereiche Kunst, Literatur, Theorie und Kartographie, die radikalen Bewegungen der sechziger und siebziger Jahre, Dekadenz, Dandytum und Anarchie an der Wende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert.

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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