Laika Verlag

 

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Paris Mai 68 - Die Phantasie an die Macht

Band 16:
ISBN
978-3-942281-86-7
Erschienen Juli 2011
Preis
29,90 €
211 Seiten

Im November 1967 begannen Studenten der Universitäten in Nanterre und Lyon, sich gegen die unerträglichen Studienbedingungen zu wenden, wenig später besetzten die „Enragés“ (die Wütenden) die studentischen Wohnheime. Als französische Regisseure gegen die Absetzung Henri Langlois als Leiter der Cinémathèque française demonstrieren – unter ihnen: Francois Truffaut, Jean-Paul Sartre und Jean-Luc Godard – prügelten die Einsatzhundertschaften auf die 5.000 Demonstranten und Frankreichs intellektuelle Elite ein. Im März 68 griffen die Unruhen auch auf die Fabriken über. Wilde Streiks in den Garnier-Werke, spontane Betriebsversammlungen bei Citroen und Renault.

Der radikale Teil der Studenten gründete jetzt die „Bewegung des 22. März“, unter ihnen Alain Krivine, Daniel Bensaid und Daniel Cohn-Bendit. Der gaullistische Staat ließ darauf am 2. Mai die Universität Nanterre behördlich schließen. Daraufhin wurde am 3. Mai die Sorbonne besetzt. Beim anschließenden Sturm durch die Polizei gab es zahlreiche Verletzte, 200 Studenten wurden verhaftet. Im Quartier Latin kam es zu stundenlangen Straßenschlachten und weiteren 600 Verhafteten. Am 10. Mai riegelten Zehntausende Studenten das Quartier Latin ab. Bei den Auseinandersetzungen wurden 800 Demonstranten zum Teil schwerverletzt, fast Tausend festgenommen. Als die Arbeiter in Generalstreik treten, flüchtet De Gaulle aus Paris.

Für Gilles Deleuze war der Pariser Mai „der einzige Weg, um (die) Scham abzulegen, oder auf das zu reagieren, was nicht mehr tolerierbar ist“, Maurice Brinton, Augenzeuge der Revolte, bezeichnet sie als „die bedeutendste revolutionäre Erhebung in Westeuropa seit den Tagen der Commune“.

 

Diesem Band liegen 4 Filme auf 2 DVDs bei:

DVD 1
Mai 68 – Die Phantasie an die Macht
Mai 68 – Première Partie

F 1974, 100 min. Regie: Gudie Lawaetz

Mai 68 – Deuxième Partie
F 1974, 90 min. Regie: Gudie Lawaetz

DVD 2
Das ist nur der Anfang

BRD/F 1968/69, 44 min. Regie: Claudia von Alemann

Die Zukunft begann im Mai
BRD/F 1971, 43 min. Regie: Malte Rauch

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"Ohne Meinungen und Ziele kann man gar nichts darstellen. Ohne Wissen kann man nichts zeigen; wie könnte man wissen, was wissenswert wäre? Wenn der Schauspieler sich nicht damit begnügt, ein Papagei oder ein Affe zu sein, muss er sich das Wissen unserer Zeit über das menschliche Gesellschaftsleben aneignen, indem er selbst in den Kampf der Klassen eintritt. Manche mögen das als entwürdigend empfinden, weil sie die Kunst, wenn die Geldseite erledigt ist, zu den höchsten Dingen zählen; aber die höchsten Entscheidungen der Menschheit werden in Wirklichkeit auf der Erde ausgefochten, nicht im Himmel; in der "äußeren" Welt, nicht in den Köpfen der Menschen. Niemand kann über den kämpfenden Klassen stehen, denn niemand kann über der menschlichen Rasse stehen. Die Gesellschaft kann kein gemeinsames Kommunikationssystem teilen, solange sie in sich bekämpfende Klassen gespalten ist. Für die Kunst bedeutet "unpolitisch" zu sein also nur, sich mit der "herrschenden" Gruppe zu verbünden."

Berthold Brecht - A Short Organum for the Theatre

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

 

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