22. März 2011 - 20:00 Uhr
Gladys Ambort: Wenn die anderen verschwinden sind wir nichts.
Gladys Ambort ist als 17jährige junge Linke, zu Zeiten der
Todesschwadrone der Isabel-Peron-Regierung in Argentinien verhaftet worden. Während ihrer Haft putsche das Militär, welches am Ende über 30 000 Menschen ermorden ließ.

Glady Ambort erlebte in dieser Zeit verschiedene Formen der
Isolationshaft. Nach drei Jahren, am 8. Januar 1978, kam sie auf
Vermittlung des Internationalen Roten Kreuz frei und konnte nach
Frankreich ausreisen. Auf einer Pressekonferenz in Paris, zusammen mit Simone de Beauvoir, gab sie den ersten Bericht über die Haft, über das Verhältnis der Gefangenen untereinander und über das Erleben einer jungen Frau, deren Jugend mit dem Tag ihrer Inhaftierung beendet worden war.

Ihr Buch, mehr als 30 Jahre später, ist ein detaillierter Bericht über
die verschiedenen Stufen der Hölle, deren Ziel es ist, das Eigene des
rebellierenden Individuums zu brechen und zu vernichten, damit eine
ausbeuterische Gesellschaftsordnung ihre Herrschaft fortsetzen kann.

Das Buch wird von der Autorin auf der Leipziger Buchmesse (17. März – 20. März 2011) vorgestellt. Unmittelbar danach findet die Lesung in der Schanzenbuchhandlung statt.


Gladys Ambort
Wenn die Anderen verschwinden sind wir nichts
Mit einem Vorwort von Osvaldo Bayer
ISBN: 978-3-942281-94-2
Ca. 220 Seiten, 19,90 EUR