In diesem Buch setzen sich über ein Dutzend Autoren mit der Zerstörung der gesellschaftlichen Solidargemeinschaft, auch "Sozialstaat" genannt auseinander und werfen die Frage auf, ob die bundesdeutsche Gesellschaft auf einen Weg in einen "kalten Faschismus" (Platta) ist und ob Harz IV als "Ein Bürgerkrieg der politischen Klasse gegen die arm Gemachten" definiert werden muss (Prof. Hengsbach). Dieses Buch ist notwendig und längst schon überfallig.
In seinem Vorwort zu diesem Buch schreibt Stéphane Hessel: Ich würde mich freuen, wenn diese Publikation „Kaltes Land“ beitragen könnte zu unserem gemeinsamen Kampf gegen Entwürdigung und Armut, beitragen könnte zu unserem gemeinsamen Kampf gegen die Resignation und mithelfen könnte bei unserem friedlichen - gleichwohl sehr entschiedenen! – Widerstand gegen das Elend und die Ungerechtigkeiten auf diesem Erdball, übrigens auch in Auflehnung gegen eine oft sich gleichgültig zeigende oder sogar zynisch gebende Medienwelt.
Der Liedermacher Konstantin Wecker schreibt: »Auch ich unterstütze dieses Buch mit ganzem Herzen und wünsche mir, dass es viel gelesen wird. Es geht um nichts geringeres als den Krieg einer Finanzelite gegen bewusst arm gemachte Bürger, und man weiß gegen Ende der Lektüre, dass es höchste Zeit ist sich zu wehren. Noch haben wir demokratische Rechte. Nützen wir sie!« (http://hinter-den-schlagzeilen.de/2012/08/07/buchtipp-plattabauer-kaltes...)
»Es handelt sich um eine scharf formulierte Streitschrift gegen die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierungen von Angela Merkel (CDU) und Gerhard Schröder (SPD). [...] Der Band „Kaltes Land“ ist vor allem eine Einladung zum Disput.« Siegfried Denzel, Weser-Kurier
»Das Buch versammelt soziologische Texte, Analysen und Betroffenenberichte gleichermaßen – sie haben hohes Niveau.«
Albrecht Kieser, WDR 3
»Die gründliche Auseinandersetzung mit allen Aspekten von Hartz IV […] ist von beeindruckender Stärke. […] Lesen. Lesen. Lesen.«
Hannes Nagel, Fachjournalist
»Bücher zum Thema Hartz IV gibt es zahlreiche. Was bisher fehlte, ist ein Werk, welches die gesamte bisherige Entwicklung betrachtet […] und Prognosen über mögliche zukünftige Entwicklungen anstellt. Den Herausgebern Rudolph Bauer und Holdger Platta ist es in ihrem Werk „Kaltes Land“ gelungen, diese Lücke auszufüllen.«
Dietmar Brach, Fachreferent für Sozialrecht
»In der BRD wurde vor allem mit der Agenda 2010 ein gesetzgeberisches Klima geschaffen, in dem Wohlhabende steuerlich – m der Wettbewerbsfähigkeit willen – massiv entlastet und Banken mit Milliardenbürgschaften gestützt, gleichzeitig aber fast 7 Millionen Menschen in Hart IV abgedrängt wurden. ...
Rudolph Bauer und Holdger Platta unterziehen diese Entwicklung […] einer gründlichen Analyse […] Sie […] machen […] der Einschüchterung dienende Angriffe gegen die Betroffenen transparent.
Das Buch […] ist daher sehr zu empfehlen.«
Karin Gerlich, Sozialistische Zeitung
»„Kaltes Land“ ist ein Empörungsbuch, eine kritische Bestandsaufnahme, ein Buch, das sich zum Ziel gesetzt hat, das gesetzlich legitimierte Regelwerk der aktivierenden Sozialpolitik in seinen konkreten Auswirkungen auf die Lebenslagen der Menschen als ethischen Generalschaden zu beleuchten. Dieser Versuch ist durchaus gelungen.(...) Das Buch zielt direkt ins Politische: Man wird in diesem Buch nicht mit allen Positionen einverstanden sein, aber ein Nachdenken darüber, warum sich einige Systemwidersprüche der derzeitigen Arbeitsmarktpolitik nicht einfach mit einer unwiderrufbaren Rechtsgarantie demokratischer Teilhabe vereinbaren lassen, erzeugt Krisendenken. Das vorliegende Buch hinterlässt den atmosphärischen Eindruck einer spürbar sozialtechnologischen Kälte der derzeitigen Sozialpolitik, die in letzter Konsequenz dazu führt, dass für „gewisse“ Armutsfrage keine rechtsstaatlich tragfähigen Antworten mehr vorgesehen sind.«
Sven Heuer, Sozial Extra

