Band 15:
Daniel Bensaïd: Die Enteigneten
ISBN: 
978-3-942281-22-5
Erschienen April 2012
Preis: 
14,90 €
120 Seiten

Im Jahr 1842 ist Karl Marx 24 Jahre alt. Er ist Herausgeber der Rheinischen Zeitung (Rhein
Gazette), die das Erbe der französischen Revolution im Rheinischen Deutschland verteidigt. In diesem Zusammenhang veröffentlichte er eine Reihe von Artikeln, die als
»Debatten über das Holzdiebstahlsgesetz« bekannt sind. Themen dieser Debatten
sind die Fragen über das Eigentum, die Pressefreiheit, die Armut und die Strafe. Der
Preußischen Zensur sind diese Texte zu subversiv: Im April 1843 wird die Rheinische
Zeitung geschlossen und der junge Marx geht nach Paris ins Exil.
Daniel Bensaïd greift diese Ideen des jungen Marx auf und aktualisiert sie im Zusammenhang mit der Privatisierung des öffentlichen Raums, der Kriminalisierung von Wi-
derstand und der Globalisierung des Kapitalismus. Es geht auch heute um den Kampf
um armutsfreie Lebensbedingungen für alle Menschen. Die Privilegien der Besitzenden sind dagegen nicht zu verteidigen. Dieser Kampf kann durchaus im Widerspruch
zur bürgerlichen Legalität stehen. Das verweist aber alleine darauf, daß diese Legalität neu gesetzt werden muss.

 

Daniel Bensaïd, geboren 1946 und gestorben am 12. Januar 2010, war Professor für Philosophie an der Universität
von Paris, einer der bekanntesten Protagonisten der französischen Studentenbewegung, marxistischer Philosoph
und trotzkistischer Politiker.