Band 73:
Zur Ökologie der Existenz – Freiheit, Gleichheit, Umwelt
ISBN: 
978-3-944233-75-8
Erschienen im März 2017
Preis: 
29 €
472 Seiten


 Terror und Gegenterror erschüttern die Gegenwart. Sie entspringen den Krisen der Epoche, die sich in der Krise der Geschichte verdichten. Ihren weitesten Horizont umreißt die ökologische Krise, mit der unsere Welt unbewohnbar wie der Mond zu werden droht. Deshalb ist die Ökologie heute das Denken, in dem das Ganze der Welt und der Geschichte seine radikale Kritik findet.

Thomas Seiberts Ökologie der Existenz beginnt mit dem auf Leben und Tod geführten Kampf um Anerkennung und klärt aus ihm die Herkunft unserer Gesellschaft auf: der zugleich globalisierten und individualisierten Gesellschaft der Knechte-und-Mägde-ohne-Herr*innen. Wir sind die Proletarisierten eines Kapitals, das längst nicht mehr nur die Arbeit, sondern unser ganzes Existieren, das Ganze unserer Umwelt in seine Flucht nach vorn, seinen Wachstumswahn zwingt. Wer sich daraus zur Freiheit befreien will, wird die Reformation der Lebensweisen fortführen müssen, deren bislang letztes Abenteuer der Mai 1968 war. Die Ökologie der Existenz bringt seinen Überschuss in unsere Gegenwart zurück, sein Unabgegoltenes: nach dem Ende der Geschichte ist vor dem Ende der Geschichte.

 

 

 

 

Thomas Seibert ist Philosoph, Autor und politischer Aktivist. Er arbeitet als Menschenrechtsreferent bei medico international, ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Rosa Luxemburg Stiftung und im Koordinierungskollektiv des Democracy in Europe Movement 2025 und seit Langem in der Interventionistischen Linken aktiv.

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