Band 15:
Assata Shakur: Assata. Eine Autobiografie
ISBN: 
978-3-944233-78-9
Erscheint zur Leipziger Buchmesse im März 2017
Preis: 
28 €
368 Seiten

Die mitreißende Autobiografie der Black-Panther-Aktivistin in neuer Übersetzung.
Assata Shakur, Mitglied der Black Panther Party und Mitbegründerin der Black Liberation Army, erzählt in ihrer Autobiografie mit kraft voller, authentischer Sti mme vom tief verwurzelten Rassismus in den USA und vom Aufbruch der militanten schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den 1960er- und 1970er-Jahren. Sie zeichnet ein bewegendes Bild ihrer Kindheit bei den Großeltern im South Carolina der frühen 1950er-Jahre und ihrer Jugend in den Straßen der Bronx, berichtet detailliert über ihre Zeit im Gefängnis und über die rassistische Struktur des US-amerikanischen Justizsystems. In den Text eingestreut sind Gedichte Assata Shakurs, die erahnen lassen, was es bedeutet, schwarz, Frau und Revolutionärin zu sein.
Assata Shakur schreibt eine Geschichte der rassisti schen Gewalt im Amerika der 1960er- und 1970er-Jahre und des Kampfes der militanten Befreiungsbewegungen gegen diese Gewalt. Sie zeigt, wie diese Kämpfe die amerikanische Politik mitgestaltet haben, rückt aber auch in den Fokus, wie erschreckend alltäglich die Gewalt von Polizei, Justiz und Erziehungssystem gegenüber der Black Community überall auf der Welt auch heute noch ist.
»Sie spricht zu uns allen«, heißt es im Vorwort von Angela Davis, »und ihre Worte erinnern uns daran, dass, wie Walter Benjamin einst bemerkte, nur um der Hoff nungslosen willen uns die Hoffnung gegeben ist.«

 

Aus dem Amerikanischen von Jutta Nickel

 

 

Assata ShakurAssata Olugbala Shakur (geboren am 16. Juli 1947 als Joanne Deborah Byron in New York City) zählt zu den bekanntesten und einflussreichsten AktivistInnen der afroamerikanischen Befreiungsbewegungen der 1960er- und 1970er-Jahre. Von 1971 bis 1973 wurde sie wegen verschiedener Straftaten landesweit polizeilich gesucht und geriet im Mai 1973 bei einer Fahrzeugkontrolle in einen Schusswechsel mit der Polizei, bei der Zayd Malik Shakur sowie der weiße Polizist Werner Foerster getötet wurden. Sie selbst überlebte schwer verletzt. 1977 wurde sie trotz dürftiger Beweise unter anderem wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, am 2. November 1979 mithilfe der Black Liberation Army aus dem Gefängnis befreit. Am 2. Mai 2005 wurde sie vom FBI als inneramerikanische Terroristin eingestuft, 2013 als erste Frau auf die Liste der meistgesuchten TerroristInnen gesetzt. Das auf sie ausgesetzte Kopfgeld beträgt 2 Mio $. Seit 1984 lebt Assata Shakur zurückgezogen auf Kuba, wo ihr politisches Asyl gewährt wurde. Im Zuge des im Dezember 2014 zwischen Kuba und den USA vereinbarten Normalisierungsprozesses verlangen die USA die
Auslieferung von Assata Shakur, die bisher abgelehnt wird. Ihre Autobiografie erschien erstmals 1988. Zusammen mit Dhoruba bin Wahad und Mumia Abu-Jamal hat sie ein weiteres Buch veröffentlicht, Still Black, Still Strong. Survivors of the War Against Black Revolutionaries, das 1993 herauskam.

 

Pressestimmen: 

 »Ein kunstvoll geschriebenes Buch ... eine faszinierende Geschichte.«
The New York Times Book Review