Das Buch /
Band 19:
Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv II – Chronologie einer Bewegung
ISBN: 
978-3-942281-17-1
Erschienen März 2012
Preis: 
29,90 €
168 Seiten

Dies ist die umfangreichste Chronologie des Kampfes gegen die Atomkraft in Deutschland von ihren Anfängen bis zum Jahr 2011. Die Bewegung ist nun knapp vierzig Jahre aktiv und wächst noch immer.

War der Widerstand in seinen Anfängen regional und auf die Aktivisten der Linken beschränkt, so ist er heute eine Volksbewegung, die selbst eine schwarz-gelbe Regierung dazu zwang, einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie zu versprechen. Ob der Ausstieg vollzogen wird hängt nicht zuletzt vom kontinuierlichen Kampf der Bewegung ab. Noch sind zahlreiche Kernkraftwerke am Netz, noch versuchen die Energiekonzerne einen Ausstieg aus dem Ausstieg durchzusetzen.

 

Diesem Band liegen 22 Filme auf 6 DVDs bei:

DVD 1
Rückblende – Marsch auf Brokdorf

D 1996, 15 min. Regie: Anne Roerkohl

Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt
BRD 1976, 22 min. Regie: mpz Hamburg

Brokdorf – Ein zweites Wyhl?
BRD 1976, 29 min. Regie: Karsten Biehl, Eberhard Hollweg

Brokdorf – Wie alles anfing
BRD 13 min. Regie: DFFB Production

Wehrt euch – Brokdorf
D 2004, 42 min. Regie: mpz Hamburg

Vorsicht Lebensgefahr
BRD 1986, 30 min. Regie: mpz Hamburg

DVD 2
Die Schlacht, die nicht geschlagen wurde

BRD 1977, 43 min. Regie: Stefan Aust, Karsten Biehl, Jürgen Drossart

Wackersdorf – Ein Mythos
D 1996, 24 min. Regie: Medienwerkstatt Franken e.V.

18 Tage Freies Wackerland
BRD 1986, 32 min. Regie: Medienwerkstatt Franken e.V.

Schreckgespenst WAA
D 2006, 25 min. Regie: Medienwerkstatt Franken e.V.

WAA-Schlachten
BRD 1986, 10 min. Regie: Medienwerkstatt Franken e.V.

Zaunkämpfe
BRD, 1986, 38 min. Regie: Medienwerkstatt Franken e.V.

DVD 3
Das achte Gebot

D, 1991, 95 min. Regie: Bertram Verhaag, Claus Strigel

Halbwertszeiten
D, 2006, 80 min. Regie: Irina Kosean

DVD 4
Freiheit stirbt mit Sicherheit

D 1990, 90 min. Regie: Horst Herz

Restrisiko
BRD 1989, 93 min. Regie: Bertram Verhaag, Claus Strigel

DVD 5
Ich fühlte mich wie in einem fremden Land

BRD 1981, 87 min. Regie: Annegret Fricke, Michael Meert

Die wilden Männer von Wackersdorf
BRD 1985, 3 min. Regie: Markus Dorfmüller

Zwei Kühltürme für ein Hallelujah
BRD 1977, 31 min. Regie: Gunnar Jütte

Grohnde 19. März 1977
BRD 1977, 13 min. Regie: Fritz Poppenberg

DVD 6
WAA – Das ist eine Platzbesetzung

BRD 1985, 30 min. Regie: No Name Production CP Infoladen München

Atomkraft – Nein Danke!
D 1995, 43min. Regie: Ulrich Fiedler, Birthe Jessen, NDR Produktion

Nahtstellen
BRD 1984, 60 min. Regie: Michael Meert

Pressestimmen: 


Auf Platz 9 der SZ/NDR-Sachbuch-Bestenliste April 2012!


»Insgesamt bieten die beiden Bände ein ebenso umfassendes wie authentisches Bild des lokalen, regionalen und nationalen Protests der 70er und 80er Jahre.«
Rudolf Walther, taz


»Der gemeinsame Widerstand [...] hat viel bewirkt: Die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf und das Atomkraftwerk in Wyhl sind nie fertig gebaut worden. Im Verlauf der Jahre haben sich bundesweit unzählige ungezählte Menschen am Kampf gegen die Atomenergie beteiligt und erfahren, dass es sich lohnt aufzustehen. Mit seiner Filmographie [...] ist es dem Laika Verlag gelungen, diese für viele so prägende Zeit wieder in Erinnerung zu rufen: Eine überaus sehenswerte Filmkollektion, die auch heute [...] noch Lernprozesse in Gang setzen kann. Und die sind offenbar nötig. Denn wie die Autoren des Vorwortes anmahnen, ist das Ziel – die Stilllegung aller Atomkraftwerke – noch längst nicht erreicht. Schon gar nicht, wenn man über den nationalen Tellerrand blickt.«
Gerhard Klas, WDR 3, »Resonanzen«


»In den zwei bisher erschienenen Bänden ist den Autoren ein kurzweilig zu lesender Überblick gelungen. Die internen Differenzen werden ebenso wenig verschwiegen wie die nicht immer konfliktfreie Zusammenarbeit lokaler Bürgerinitiativen mit städtischen Linken. [...] Die Buchreihe bietet Geschichte von Unten nicht nur in Textform. Viele Fotos und einige zentrale Filme der Anti-AKW-Bewegung liefern auch einen optischen Eindruck.«
Peter Nowak, Neues Deutschland


»Ohne Zweifel aber hat der Verlag einer der wichtigsten politischen Bewegungen der bundesdeutschen Geschichte angemessene Aufmerksamkeit gewidmet: Gleich zwei Bände blicken auf die Anti-Atom-Bewegung zurück. [...] Der Name der Bibliothek stellt klar, dass es hier nicht um eine differenzierte wissenschaftliche Aufarbeitung der Bewegungen geht. Es ist erklärtermaßen ein Rückblick aus der linken Binnenperspektive, und das ist gut so. [...] Die Edition leistet, was man von ihr erwarten muss: einen authentischen Blick zurück auf die Bewegungen, die letztlich die Voraussetzungen für den vorzeitigen Ausstieg der Bundesrepublik aus der Atomenergie geschaffen haben. Ganz ausgezeichnet sind die Filme, die auf insgesamt acht DVDs den beiden Büchern beigefügt sind. Sie ergänzen die Berichte zu einer bemerkenswerten und wichtigen ›Dokumentation von unten‹ zur Zeitgeschichte.«
Winfried Sträter, Deutschlandradio Kultur


»Zwei Bücher dokumentieren die Protestbewegungen gegen die deutsche Atompolitik der 70er- und 80er-Jahre. Mit Texten, Fotos und Filmen.  … Es ist für die Atomkraftbewegung typisch, dass sie sich durch Niederlagen nicht entmutigt und durch Erfolge nicht größenwahnsinnig wurde. Sie wusste und weiß, dass sie »im Ernstfall hilflos« ist gegen die geballte Macht von Wirtschaft, Staat, Polizei und Justiz. Die 21 Bürgerinitiativen aus Baden und dem Elsass, die sich 1974 zusammenschlossen, arbeiten bis heute am Umbau der Region zu einer Solarregion. … Vielen Kämpfe gegen die Kernkraftpolitik fielen zeitlich fast zusammen mit den terroristischen Anschlägen der RAF im Jahr 1977. Die zeitliche Koinzidenz beeinflusste vor allem das Medienecho. Die Springerpresse rückte den Protest gegen die Atompolitik in einen Zusammenhang mit dem Terrorismus: »Der harte Kern besteht aus reinen Terroristen, ja sogar aus Verbrechern«, hieß es in der »Bild«-Zeitung vom 16. Februar 1977. … So dokumentieren die beiden Bände hervorragend ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.«
Rudolf Walther, TagesAnzeiger