Das Buch /
Band 18:
Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv I – Die AKW-Protestbewegung von Wyhl bis Brokdorf
ISBN: 
978-3-942281-01-0
Erschienen Dezember 2011
Preis: 
29,90 €
232 Seiten

 

Es begann in Wyhl am Oberrhein, der Funke sprang über in die Elbmarsch noch Brokdorf, ins niedersächsische Grohnde und ins bayerische Wackersdorf.

Was als regionale Protestbewegung von Winzern und Bauern begann, wurde innerhalb kurzer Zeit zu einem Flächenbrand. Die Anti-Atom-Bewegung ist die älteste Protestbewegung Deutschlands, ihre Facetten reichen vom zivilen Protest der verschiedenen Bürgerinitiativen bis zum militanten Widerstand der radikalen Linken.

Band 1 der Edition porträtiert die Anfänge der Bewegung, ihr heterogenes Erscheinungsbild als auch ihre gemeinsame Kraft im Widerstand gegen die Interessen der Energiekonzerne und die zunehmende staatliche Repression.

Diesem Band liegen 4 Filme auf 2 DVDs bei:

DVD 1
Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv

BRD 1976, 103 min. Regie: Nina Gladitz

S'Weschpenäscht – Die Chronik von Wyhl 1972 bis 1982
BRD 1982, 112 min. Regie: Medienwerksatt Freiburg

DVD 2
Im Norden, da gibt es ein schönes Land

BRD 1977, 95 min. Regie: Heinz Harmstorf, Manfred Bannenberg, Bernd Westphal

Spaltprozesse
BRD 1987, 95 min. Regie: Claus Strigel, Bertram Verhaag

Pressestimmen: 

»Insgesamt bieten die beiden Bände ein ebenso umfassendes wie authentisches Bild des lokalen, regionalen und nationalen Protests der 70er und 80er Jahre. [...] Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.«
Rudolf Walther, taz


»Der gemeinsame Widerstand (...) hat viel bewirkt: Die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf und das Atomkraftwerk in Wyhl sind nie fertig gebaut worden. Im Verlauf der Jahre haben sich bundesweit unzählige ungezählte Menschen am Kampf gegen die Atomenergie beteiligt und erfahren, dass es sich lohnt aufzustehen. Mit seiner Filmographie (...) ist es dem Laika Verlag gelungen, diese für viele so prägende Zeit wieder in Erinnerung zu rufen: Eine überaus sehenswerte Filmkollektion, die auch heute (...) noch Lernprozesse in Gang setzen kann. Und die sind offenbar nötig. Denn wie die Autoren des Vorwortes anmahnen, ist das Ziel – die Stilllegung aller Atomkraftwerke -noch längst nicht erreicht. Schon gar nicht, wenn man über den nationalen Tellerrand blickt.«
Gerhard Klas, WDR 3, »Resonanzen«


»In den zwei bisher erschienenen Bänden ist den Autoren ein kurzweilig zu lesender Überblick gelungen. Die internen Differenzen werden ebenso wenig verschwiegen wie die nicht immer konfliktfreie Zusammenarbeit lokaler Bürgerinitiativen mit städtischen Linken. (...) Die Buchreihe bietet Geschichte von Unten nicht nur in Textform. Viele Fotos und einige zentrale Filme der Anti-AKW-Bewegung liefern auch einen optischen Eindruck.«
Peter Nowak, Neues Deutschland


»Ohne Zweifel aber hat der Verlag einer der wichtigsten politischen Bewegungen der bundesdeutschen Geschichte angemessene Aufmerksamkeit gewidmet: Gleich zwei Bände blicken auf die Anti-Atom-Bewegung zurück. [...] Der Name der Bibliothek stellt klar, dass es hier nicht um eine differenzierte wissenschaftliche Aufarbeitung der Bewegungen geht. Es ist erklärtermaßen ein Rückblick aus der linken Binnenperspektive, und das ist gut so. [...] Die Edition leistet, was man von ihr erwarten muss: einen authentischen Blick zurück auf die Bewegungen, die letztlich die Voraussetzungen für den vorzeitigen Ausstieg der Bundesrepublik aus der Atomenergie geschaffen haben. Ganz ausgezeichnet sind die Filme, die auf insgesamt acht DVDs den beiden Büchern beigefügt sind. Sie ergänzen die Berichte zu einer bemerkenswerten und wichtigen ›Dokumentation von unten‹ zur Zeitgeschichte.«
Winfried Sträter, Deutschlandradio Kultur


»Zwei Bücher dokumentieren die Protestbewegungen gegen die deutsche Atompolitik der 70er- und 80er-Jahre. Mit Texten, Fotos und Filmen.  … Es ist für die Atomkraftbewegung typisch, dass sie sich durch Niederlagen nicht entmutigt und durch Erfolge nicht größenwahnsinnig wurde. Sie wusste und weiß, dass sie »im Ernstfall hilflos« ist gegen die geballte Macht von Wirtschaft, Staat, Polizei und Justiz. Die 21 Bürgerinitiativen aus Baden und dem Elsass, die sich 1974 zusammenschlossen, arbeiten bis heute am Umbau der Region zu einer Solarregion. … Vielen Kämpfe gegen die Kernkraftpolitik fielen zeitlich fast zusammen mit den terroristischen Anschlägen der RAF im Jahr 1977. Die zeitliche Koinzidenz beeinflusste vor allem das Medienecho. Die Springerpresse rückte den Protest gegen die Atompolitik in einen Zusammenhang mit dem Terrorismus: »Der harte Kern besteht aus reinen Terroristen, ja sogar aus Verbrechern«, hieß es in der »Bild«-Zeitung vom 16. Februar 1977. … So dokumentieren die beiden Bände hervorragend ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.«
Rudolf Walther, TagesAnzeiger