Es begann in Wyhl am Oberrhein, der Funke sprang über in die Elbmarsch noch Brokdorf, ins niedersächsische Grohnde und ins bayerische Wackersdorf.
Was als regionale Protestbewegung von Winzern und Bauern begann, wurde innerhalb kurzer Zeit zu einem Flächenbrand. Die Anti-Atom-Bewegung ist die älteste Protestbewegung Deutschlands,
ihre Facetten reichen vom zivilen Protest der verschiedenen Bürgerinitiativen bis zum militanten Widerstand der radikalen Linken.
Band 1 der Edition porträtiert die Anfänge der Bewegung, ihr heterogenes Erscheinungsbild als auch ihre gemeinsame Kraft im Widerstand gegen die Interessen der Energiekonzerne und die zunehmende staatliche Repression.
»Im Laika Verlag sind zwei wichtige Bände zur Geschichte (der Anti-AKW-Bewegung) erschienen. (...) Insgesamt bieten die beiden Bände ein ebenso umfassendes wie authentisches Bild des lokalen, regionalen und nationalen Protests der 70er und 80er Jahre. Die Dokumentarfilme belegen das Gefälle zwischen den mit primitiven Mittleln operierenden Demonstranten und der technisch hoch gerüsteten Polizei, die Demonstranten sogar mit Tränengaspetarden aus Hubschraubern angriff und dabei militante und friedliche Demonstranten gleichermaßen traf. Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.«
Rudolf Walther, taz
»Der gemeinsame Widerstand (...) hat viel bewirkt: Die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf und das Atomkraftwerk in Wyhl sind nie fertig gebaut worden. Im Verlauf der Jahre haben sich bundesweit unzählige ungezählte Menschen am Kampf gegen die Atomenergie beteiligt und erfahren, dass es sich lohnt aufzustehen. Mit seiner Filmographie (...) ist es dem Laika Verlag gelungen, diese für viele so prägende Zeit wieder in Erinnerung zu rufen: Eine überaus sehenswerte Filmkollektion, die auch heute (...) noch Lernprozesse in Gang setzen kann. Und die sind offenbar nötig. Denn wie die Autoren des Vorwortes anmahnen, ist das Ziel – die Stilllegung aller Atomkraftwerke -noch längst nicht erreicht. Schon gar nicht, wenn man über den nationalen Tellerrand blickt.«
Gerhard Klas, WDR 3, »Resonanzen«
»In den zwei bisher erschienenen Bänden ist den Autoren ein kurzweilig zu lesender Überblick gelungen. Die internen Differenzen werden ebenso wenig verschwiegen wie die nicht immer konfliktfreie Zusammenarbeit lokaler Bürgerinitiativen mit städtischen Linken. (...) Die Buchreihe bietet Geschichte von Unten nicht nur in Textform. Viele Fotos und einige zentrale Filme der Anti-AKW-Bewegung liefern auch einen optischen Eindruck.«
Peter Nowak, Neues Deutschland, 16.4.2012

