Band 29:
Diktatur und Widerstand in Chile
ISBN: 
978-3-942281-65-2
Erschienen September 2013
Preis: 
29,90 €
ca. 200 Seiten

Der zweite Band zur Geschichte der chilenischen Militärdiktatur und dem antifaschistischen  Widerstand beginnt mit Berichten über den 11. September 1973, die den systematischen Terror der Militärjunta aufzeigen. Durch die Machtergreifung der Militärs wurde Chile zum Versuchslabor einer neoliberalen Wirtschaftspolitik. 

Weitere Beiträge stellen den Widerstand und den bewaffneten Kampf gegenüber dem Pinochet-System dar. Ferner wird die internationale Solidaritätsarbeit beider deutschen Staaten für die Unidad Popular dargestellt, die eines der größten internationalen Netzwerke progressiver Organisationen schuf.

Diesem Band liegen 6 Filme auf 2 DVDs bei:

DVD 1
Chile - Hartnäckige Erinnerung

F/CA/CHI 1997, 56 min. Regie: Patricio Guzmán

Der Krieg der Mumien
DDR 1974, 90 min. Regie: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann

Ich war, ich bin, ich werde sein
DDR 1974, 77 min. Regie: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann

DVD 2
El golpe blanco
- Der weiße Putsch
DDR 1975, 68 min. Regie: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann

Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind
DDR 1976, 66 min. Regie: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann

Die Toten schweigen nicht
DDR 1978, 73 min. Regie: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann

Pressestimmen: 

»Die Bibliothek des Widerstands baut ihren Schwerpunkt Chile weiter aus. Neben den bereits erschienenen Bänden zur Person Allendes, zur chilenischen radikalen Linken während (siehe Buch Nr. 41018) und nach (siehe Buch Nr. 44581) der Phase der unmittelbaren Diktatur enthält dieser Band eine minutiöse Chronik der militärischen Auseinandersetzungen rund um den Putsch. [...]
Mit der im Band enthaltenen Debatte über die Rückwirkungen der Ereignisse in Chile gelingt es dann, gängige Dichotomien abzubauen. Übliche Diskussionen über Vor  und Nachteile friedlicher und gewaltsamer Revolutionen, über Grenzen der Bündnispolitik mit der Mittelschicht oder über Möglichkeiten eines radikalen gesellschaftlichen Umbaus verlieren im Angesicht der schieren Gewalt und Eindeutigkeit der neoliberalen Reaktion all ihre Substanz und verlangen nach einem Neuanfang im Bereich der Theorien der Revolution.«
Florian Geisler, pw – Portal für Politikwissenschaft
Zu Postdiktatur und soziale Kämpfe in Chile
»Von einer Musealisierung der Gegenwart kann keine Rede sein, wenn der Laika Verlag seinem Band über die Geschichte der chilenischen Diktatur (siehe Buch Nr. 44580) einen weiteren über die Lage der aktuellen sozialen Widerstandsbewegungen im Land zur Seite stellt. Die einzelnen Beiträge liefern viele ökonomische Zahlen und Fakten über Verschuldungsquoten und Lohnentwicklungen, um die Rahmenbedingungen und momentanen Probleme der chilenischen Gesellschaft aufzuzeigen. [...]

Die enthaltenen soziologischen Interviews demonstrieren den tiefen Konflikt, der hinter ›jeder Interaktion, jeder Beziehung‹ steht und die Beteiligten zu ›Seiltänzern‹ (147) macht – ein Konflikt, der sich oft in neuer Gewalt Bahn bricht, wie bei den Feiern und Ausschreitungen an Pinochets Todestag. Umso wichtiger aber ist neben der Auseinandersetzung mit den Tätern auch die Beschäftigung mit den vielen Opfern. Und so machen vor allem die Dokumentationen der psychologischen Arbeit mit Betroffenen des sexualisierten Terrors und der forensischen Suche nach den Verschwundenen die großen Herausforderungen deutlich, vor denen die chilenische Gesellschaft steht.«
Florian Geisler, pw – Portal für Politikwissenschaft