Gladys Ambort: Wenn die anderen verschwinden sind wir nichts
ISBN: 
978-3-942281-94-2
Erschienen März 2011
Preis: 
19,90 €
224 Seiten

von Gladys Ambort

Am 27. Mai 1975, zu Zeiten der Todesschwadrone der Isabel-Peron-Regierung, wurde Gladys Ambort wegen ihrer politischen Haltung in Argentinien inhaftiert.

Sie war 17 Jahre alt. Während ihrer Haft putschte das Militär, welches am Ende über 30 000 Menschen ermorden ließ. Glady Ambort erlebte in dieser Zeit verschiedene Formen der Isolationshaft. Nach drei Jahren, am 8 Januar 1978, kam sie auf Vermittlung des Internationalen Roten Kreuz frei und konnte nach Frankreich ausreisen. Auf einer Pressekonferenz in Paris zusammen mit Simone de Beauvoir gab sie den ersten Bericht über die Haft, über das Verhältnis der Gefangenen untereinander und über das Erleben einer jungen Frau, deren Jugend mit dem Tag ihrer Inhaftierung beendet worden war.

Ihr Buch, mehr als 30 Jahre später, ist ein detaillierter Bericht über die verschiedenen Stufen der Hölle, deren Ziel es ist, das Eigene des rebellierenden Individuums zu brechen und zu vernichten, damit eine ausbeuterische Gesellschaftsordnung ihre Herrschaft fortsetzen kann.

Pressestimmen: 
Wir freuen uns sehr, dass unsere Autorin Gladys Ambort den Preis »Femme exilée, femme engagée« 2011 erhält.
Die Auszeichnung würdigt Frauen aller Nationalitäten, die sich durch ihr Schaffen für die Menschenrechte einsetzen und deren oft dramatische Lebensumstände sie ins Schweizer Exil führten.
Der Preis »Femme exilée, femme engagée« wurde 2001 von der italienischen Menschenrechtsaktivistin Alba Viotto ins Leben gerufen. Sie wollte damit jene Frauen ehren und sichtbar machen, die sich nicht in die sie zum Opfer machenden Verhältnisse fügen; Frauen, die sich stattdessen durch ihre Widerständigkeit zu Gestalterinnen ihres Lebens machen. Seit 2003 wird die Auszeichnung von der Stadt Genf verliehen.
Laika Verlag

»Gladys Amborts Buch trägt durch die Kombination aus ergreifender Biografie und tiefgründiger philosophischer Reflexion, aus persönlichem Erleben und Zitaten von ZeitzeugInnen dazu bei, den LeserInnen zumindest einen Eindruck des Unsagbaren zu ermöglichen. (...) Eine berührende Biografie, ein bedrückendes Zeitzeugnis, ein kluges, nachdenkliches Buch über die Notwendigkeit der Gegenwart Anderer für die eigene Identität: über die Bedeutung des Gegenübers, die doch letztendlich der Schlüssel zur Überwindung des Terrors und der Gewalt Mensch gegen Mensch sein könnte und müsste.«
Anna Hohle, AVIVA Berlin

»Es ist ein bewegendes und aufrüttelndes Werk, keine nur geschichtliche Abhandlung.«
André Scheer, junge Welt