Asa Winstanley / Frank Barat (Hrsg.): Russell Tribunal zu Palästina
ISBN: 
978-3-942281-07-2
Erschienen Oktober 2011
Preis: 
39,90 €
704 Seiten

Die Russell Peace Foundation wurde 1963 nach einjähriger Vorbereitung gegründet, um der Arbeit Bertrand Russells für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eine institutionelle Basis zu geben. Drei Jahre später fand das erste Internationale Russell-Tribunal zur Untersuchung amerikanischer Kriegsverbrechen in Vietnam statt. Verantwortliche Initiatoren waren Bertrand Russell, Jean-Paul Sartre, Wolfgang Abendroth, Günther Anders, James Baldwin, Julio Cortázar, Tariq Ali und Peter Weiss, um nur einige zu nennen.

Das Russell-Tribunal entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer internationalen Institution zur Untersuchung von Kriegsverbrechen und Verstößen gegen Men schenrechte. Nach den Tribunalen zu Vietnam, Berufsverboten in Deutschland, der Situation nordamerikanischer Indianer, dem Pinochet-Putsch in Chile und den Kriegsverbrechen in Irak ist das Tribunal zu Palästina nun das sechste Internationale Russell-Tribunal.

Das Russell-Tribunal zu Palästina ist eine internationale Nicht- Regierungsorganisation (NGO), die sich für die Ahndung von Völkerrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen vonseiten des Staates Israel gegenüber dem palästinensischen Volk einsetzt. Dieses sechste Internationale Russell-Tribunal wurde im März 2009 als Reaktion auf die israelische Militärintervention in Gaza initiiert und lehnt sich in seiner Arbeitsweise und Zielsetzung an das erste Russell-Tribunal zur Untersuchung amerikanischer Kriegsverbrechen in Vietnam an. Die Komiteegründer Ken Coates † (Vorsitzender der Russell Peace Foundation), Nurit Peled-Elhanan (Professorin an der Hebräischen Universität Jerusalem) und Leila Shalid (derzeitige palästinensische Europagesandte) leiten das Tribunal.

Die Namensliste der Komiteemitglieder zur Unterstützung des Russell-Tribunals zu Palästina reicht von Andreas van Agt (ehemaliger holländischer Premierminister), Tariq Ali, Boutros Boutros-Ghali (ehemaliger Generalsekretär der UNO), Étienne Balibar, Russell Banks, Tony Benn, Breyten Breytenbach, Judith Butler, Ernesto Cardenal, Noam Chomsky, Julie Christie, Norman Finkelstein, Eduardo Galeano, Johan Galtung, Constantin Costa-Gavras, Neve Gordon, Jeff Halper, Naomi Klein, Felicia Langer, Mike Leigh, Ken Loach, Ilan Pappe, Vandana Shiva, Alice Walker, Betty Williams, Jody Williams bis zu Jean Ziegler und Howard Zinn.

Dies ist ein kleiner Ausschnitt der internationalen Unterstützer, er zeigt jedoch, welch breites politisches Spektrum das Tribunal repräsentiert. Das erste Tribunal tagte vom 1. Bis 3. März 2010 in Barcelona, die zweite Sitzung fand vom 20. bis 22. November 2010 in London statt. Weitere werden in Südafrika und den USA folgen.

 


Der Laika-Verlag veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Russell Peace Foundation und dem englischen Verlag Pluto Press die Ergebnisse des Russell-Tribunals zu Palästina.

Mit Texten von: 
Asa Winstanley, Frank Barat und Alice Walker